HVV-Gästebetreuer säuberten die Mühlengrabenbrücke

„Die Gästebetreuer des HVV stehen nicht nur in den Sommermonaten regelmäßig sonntags auf der Mühlengrabenbrücke, um die Touristen mit jeder Menge Informations-material zu versorgen. Sie haben für ihren Stadtteil auch immer wieder Verantwortung übernommen, zeigen Schwachstellen auf, bleiben hartnäckig.

Das Team um Armin Rahmann und Manfred Freyer belässt es aber nicht bei kritischen Anmerkungen. Sondern packt auch regelmäßig an.“ (Zitat aus der WAZ Kettwig)

So stand am 18. Juli eine Reinigungsaktion der Mühlengrabenbrücke auf dem Programm. Acht Gästebetreuer hatten in einer 2-stündigen Aktion die Mühlengrabenbrücke von Unkraut (= Wildkräuter) gereinigt, d.h. insbesondere die Seitenränder wurden von Grasbüscheln befreit. Sehr aufwändig war das Herauskratzen der Fugen zwischen den Pflastersteinen. Auch ein Stück hinter dem Zaun am Fischreiher wurde gesäubert und an einigen Rosensträuchern die verwelkten Blüten abgeschnitten. Mehrere Müllsäcke wurden gefüllt, die dann zu Wochenanfang von Grün & Gruga abgeholt wurden, was eine große Hilfe und Unterstützung bedeutete.

Die fleißigen Helfer sollten nicht unerwähnt bleiben: Inge und Dieter Lambach, Margrit Dippel, Anneliese Sohn, Heinz Kroninger, Dr. Werner Küching, Klaus-Peter Kronenberg, Armin Rahmann.

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Neuer HVV-Ausschuss: „BELEBUNG DES KETTWIGER ALLTAGS“

Worum geht es hier? — Die Zielsetzung und gleichzeitig die anspruchsvolle Daueraufgabe dieses neuen HVV-Ausschusses ist die „Erhöhung der Lebensqualitat in einem belebten Stadtteil Kettwig“. Von dieser Zielsetzung fühlten und fühlen sich erfreulicherweise schon von Anfang an etliche Kettwiger direkt angesprochen. Das zeigt sich u.a. auch in den zwei bisherigen, öffentlich zugänglichen Ausschuss-Sitzungen. Was ist dabei geschehen?

  • Bei der konstituierenden 1. Ausschuss-Sitzung am 20. August mit 7 HVV-Mitgliedern und 11 Gästen wurden im ersten Schritt rund 40 Anregungen und Vorschläge gesammelt und registriert. Diese betreffen vor allem:
  • eine systematische, grundlegende Bedarfserhebung,
  • eine bessere Information der Bürger in Kettwig und Umgebung über die „alltäglichen“ Annehmlichkeiten und Vorzüge unseres Heimatortes,
  • Sonder-Maßnahmen für Neubürger / Neuankömmlinge,
  • ein ganzes Bündel an gezielten Belebungsmaßnahmen für unseren Stadtteil und
  • die Verbesserung der Verkehrs- / Parksituation.
  • Bei der 2. öffentlichen Ausschuss-Sitzung am 17. September mit 6 HVV-Mitgliedern und 14 Gästen stieg die Vorschlagsliste schon auf über 60 Positionen. Außerdem wurden vorrangige Aktionen konkret gestartet, z.B.
  • die Vorbereitung einer Bürgerbefragung,
  • die Präzisierung der Kettwiger Alleinstellungsmerkmale mit einem Stärken-Schwächen-Befund,
  • vergleichende Bestandsaufnahmen in anderen Essener Stadtteilen sowie in Nachbargemeinden,
  • Überlegungen zur bürgernahen Weiterentwicklung des Einkaufs- und Gastronomieführers „Kettwig erleben 2016/2017“,
  • Prüfung der Machbarkeit für die „Vernetzung der diversen Kettwiger Internetauftritte“
  • Prüfung der Machbarkeit für einen „kostenfreier WLAN-Zugang“,
  • die konsequente Einbeziehung Kettwigs in die Ruhrgebietstouristik.

Jetzt geht es darum, die o.a. Teilprojekte zügig zu realisieren. Engpass dabei ist bisher die „manpower“. Wer ist bereit zu persönlicher Mitwirkung und persönlichem Mitgestalten? Es geht zum einen um Kreativität und persönliche Beiträge zur Ideensammlung, zum anderen aber auch um tatkräftige Beiträge zur deren Verwirklichung. Je weniger persönliches Mitgestalten, desto länger dauert zwangsläufig die „Erhöhung der Lebensqualitat in einem belebten Stadtteil Kettwig“. Deshalb sind alle Kettwiger Bürger, nicht nur die HVV-Mitglieder (!), eingeladen und aufgerufen, nach Kräften mitzuwirken. Wer dazu bereit ist, insbesondere wer dazu fachliche Beiträge einbringen kann und möchte – gerade auch zu den o.a. Themen „Vernetzung der diversen Kettwiger Internetauftritte“ und „Kostenfreier WLAN-Zugang“ – , ist herzlich eingeladen, seine Bereitschaft zu signalisieren — z.B. unter info@hvv-kettwig.de oder bei Georg Thaler (Tel. Ke – 971694).

Wer Interesse hat und/oder wer in die Thematik auch nur erst einmal hineinschnuppern möchte, ist hiermit herzlich zum nächsten öffentlichen Hearing eingeladen:

Ort: Rathaus Kettwig, Bürgermeister-Fiedler-Platz 1, Erdgeschoss, HVV-Büro

Zeit: Donnerstag, 29. Oktober 2015, 19 Uhr

Dauer: max. 2 Stunden.

Stadt- und Nachtwächterführungen

Der Heimat- und Verkehrsverein bietet auch in der kommenden Wintersaison Stadt- und Nachtwächterführungen an. Diese Rundgänge durch das schöne Kettwig mit seinen hübschen Fachwerkhäusern in engen Gassen haben sich seit über 10 Jahren gut bewährt. Anfragen kommen aus der ganzen Umgebung und Anmeldungen betreffen zumeist Reise-, oder Betriebsgruppen und Vereine bzw. auch Personen, die evtl. aus Anlass eines Geburtstages Ihren Gästen das Städtchen an der Ruhr näher bringen wollen. – Neu bei den Stadtführern ist Helmut Wißler, der bereits in der dritten Generation in Kettwig lebt und gerne seine Erfahrungen weitergeben möchte. Der Ur-Kettwiger Hartmut Albrecht übernimmt neben Stadtführungen jetzt auch Nachtwächterführungen.

Neben Gruppenführungen auf Anmeldung werden auch einmal im Monat offene Stadtführungen (im Winterhalbjahr mit dem Nachtwächter) angeboten. Eine Voranmeldung ist dabei nicht erforderlich. Für eine Gruppe werden EUR 70,– als Gebühren erhoben und bei den offenen Führungen zahlt jede Person EUR 5,– und Jugendliche bis 16. Jahren EUR 2,–.

Die Bearbeitung von Anfragen und die Koordination übernimmt Frau C. Kogler unter Tel. 02054 / 81566.

Weitere Informationen unter http://www.nachtwächter-kettwig.de .

Die Skulpturen tanzen – Ein wunderbares Fest

Der HVV hatte eingeladen, und viele, sehr viele, kamen, um das 30jährige Bestehen des Skulpturenparks Kettwig zu feiern.

Am Samstag, dem 26. September, war der Kunstraum in den Scheidt‘schen Hallen bis auf den letzten Platz gefüllt, als das Symposion zur „Kunst im öffentlichen Raum“ vom Vorsitzenden Martin Kryl und dem Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann eröffnet wurde.

Im Eingangsreferat beschrieb Dr. Uwe Rüth, langjähriger Direktor des Skulpturenmuseums „Glaskasten“ in Marl, die Funktion von Kunst im öffentlichen Raum im Laufe der Zeiten, angefangen von der Agorá, dem Marktplatz der alten Griechen, bis hin zu Entwicklungen unserer Zeit. Kunst diente in jüngerer Zeit nicht mehr der Verherrlichung von Herrschaft. So hatte die „Kunst am Bau“ zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Funktion von Sozialhilfe für Künstler. Der Begriff wurde in der Nazizeit zur Verherrlichung des Systems missbraucht. Kunst ist mittlerweile frei. Sie wird nicht mehr als Dienstleistung empfunden. Sie kann vielerlei sein: Identifikation stiftend, narrativ (erzählend), provokativ. Neue Formen sind entstanden: Street Art, Graffiti, „Urban Knitting“ (Strick-Kunst) von Objekten.

Im anschließenden Podiumsgespräch wurde gefragt, wieviel Kunst im öffentlichen Raum das Stadtgebiet von Essen braucht oder verträgt. Kunst müsse auch „wegräumbar“ sein, muss aber auch gepflegt werden. Eine bessere Vernetzung der Beteiligten sei wichtig. Das Museum Folkwang solle sich für die Kunst im öffentlichen Raum engagieren!

Nach angeregter Diskussion in vier Arbeitskreisen und nach einem leckeren Buffet, gesponsert von der Grundstücks-gesellschaft Kettwig, gab es einen spannenden Schlussakkord:

Die örtlichen Künstler, Norbert Pielsticker, Hubert Sandmann und Miriam Giessler stellten ihren Entwurf einer neuen Skulptur für Kettwig vor. Norbert Pielsticker hat ein „Tuch für Kettwig“ entworfen, ein locker fallendes, fast schwebendes Objekt. Er hat dazu als Standort einen Platz vor der ehemaligen Tuchfabrik am „Unterwasser“ ausgewählt. Hubert Sandmann und Miriam Giessler haben ein Leuchtobjekt geschaffen: auf einem blau leuchtenden Kubus streben zwei Fische in die Höhe. Sie werden durch einen golden schimmernden Ring verbunden. „Fisch vermählt“ ist der Titel dieser Skulptur, die symbolhaft ein Thema von der Ruhr aufnimmt. Geplanter Standort: Carré rechts am südlichen Ende der Ruhrbrücke. .- Beide Künstlerentwürfe sind ab sofort im Kunstfenster des HVV zu sehen. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion.