Nachruf auf Dr. Gernot Schmidt und Marianne Kühn

Unser Ehrenmitglied, Herr Dr. rer. nat. Gernot Schmidt ist am 17. April 2016 im Alter von 86 Jahren verstorben. Herr Schmidt war seit 1989 Mitglied im Heimat- und Verkehrsverein Kettwig, er gehörte lange Zeit dem Hauptvorstand an, einige Jahre auch als 1. Vorsitzender. Besondere Aufmerksamkeit widmete er der Aktion „Selbständiges Kettwig“, er unterstützte im so genannten Kettwiger Kreis das Bestreben einiger ehemals selbständiger Städte zur Rückgemeindung nachhaltig. Der Heimat- und Verkehrsverein Kettwig verliert mit Herrn Dr. Schmidt nicht nur ein stets engagiertes Mitglied, sondern auch einen Mitbürger, dem stets das Wohl Kettwigs am Herzen lag. Wir werden ihn stets in guter Erinnerung behalten.

Der Heimat- und Verkehrsverein Kettwig trauert ebenfalls um Marianne Kühn , die Begründerin des Skulpturenparks Kettwig, die im Alter von 82 Jahren starb. Die Künstlerin Marianne Kühn, die mit ihrer Familie in Kettwig lebte, hatte zu Beginn der 80er Jahre die Idee, Kunst im öffentlichen Raum sichtbar zu machen, um allen Bürgern einen Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Mit Begeisterung und Hartnäckigkeit verfocht sie diesen Gedanken und begründete damit den Kettwiger Skulpturenpark unter dem Dach des Heimat- und Verkehrsvereins Kettwig. 1985 begann alles mit der Aufstellung der Skulpturengruppe „Die Familie“ von Herbert Lungwitz als Leihgabe. Weitere Skulpturen folgten, wobei Sponsoren wie Hans Grimberg, die Sparkasse, der Allbau und Dietrich Oppenberg den Aufbau des Skulpturenparks maßgeblich unterstützten. Marianne Kühn leitete den Arbeitskreis „Skulpturenpark“ von 1985 bis 2002. Ende der 90er Jahre zog sie nach Werden, blieb aber dem Skulpturenpark auch unter ihrer Nachfolgerin Katrin Engelhardt eng verbunden. Die Aufstellung des Märchenbrunnens „Das tapfere Schneiderlein“ war ihr eine ganz besondere Freude. Im Jahr 2014 übersiedelte Marianne Kühn aus Altersgründen wieder nach Kettwig und konnte erleben, dass die Kunstausstellung anlässlich ihres 80. Geburtstages zu einem großen Ereignis wurde. Alle Kunstwerke, die zuvor ihrer Werdener Wohnung ein ganz besonderes Gepräge gegeben hatten, wurden nun im Kunstraum der Scheidtschen Hallen präsentiert und fanden interessierte Käufer. Der Erlös wurde dem Kettwiger Kinderheim St.Josephs-Haus gespendet. Marianne Kühn lebt in ihren Werken weiter. Mit dem Skulpturenpark gab sie Kettwig eine ganz besondere künstlerische Prägung. Der Heimat- und Verkehrsverein wird die Künstlerin Marianne Kühn in dankbarer Erinnerung behalten.

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