Das Interview mit HVV-Mitglied Jürgen Wagener.

In Kettwig vor der Brücke geboren zog Herr Wagener mit seiner Familie in die Neustraße, welche durch die Eingemeindung 1975, in Kringsgaat umbenannt wurde. Nach seiner Schulzeit hat er eine Augenoptikerlehre gemacht. Der Start in das Berufsleben begann in einem der größten optischen Werke Deutschlands. Hier war er in leitender Stellung, unterbrochen durch ein Intermezzo (7Jahre) bei einer Filmproduktion, bis zu seinem Ruhestand tätig. Mit  Eintritt in den Ruhestand beschloss er, sich ehrenamtlich zu betätigen.

Herr Wagener  welche Bedeutung haben für Sie Ehrenämter?

J.W. An erster Stelle steht für mich das Helfen aber auch noch gefordert zu werden. Im Vordergrund, einfach das Gefühl noch gebraucht zu werden.

Welche Aufgaben haben Sie übernommen?

Ich bin 1980 dem HVV-Kettwig  als Mitglied beigetreten und habe dort nach und nach einige Ehrenämter übernommen.

Welche genau?

Ich stelle mich bei Festen, wie z.B. Gourmet-Meile oder Weihnachtsdorf für den Auf-und Abbau des Equipments  zur Verfügung. Weiterhin als Fahrer für den Transport als Hol-und Bringdienst. Im Aktivkreis, der für Besichtigungen und Fahrten in die nähere Umgebung zuständig ist, war ich ebenfalls tätig.

Gibt es eine Aufgabe, die Ihnen besonders am Herzen liegt?

Ja, das ist unsere Pflanzaktion im Frühjahr, Sommer und Herbst.

Wie darf man sich das vorstellen?

Schon seit mehr als zehn Jahren wird von einer Gruppe des HVV am Märchenbrunnen, die dortigen Beete bepflanzt. Die Gruppe besteht meistens aus 5-6 Mitgliedern. Eine Dame (die älteste im Team, bereits über 80 Jahre) säubert und beschneidet das lange Rosenbeet, von der Bushaltestelle am Rathaus bis zum Übergang, ganz alleine! (Zum festen „Pflanzerkreis“ gehören: Anneliese Sohn, Gisela Kollmann, Henning Kollmann, Peter Scheid, Jürgen Maas, Jürgen Wagener und Fritz Gräbe)

Wer bezahlt die Pflanzen?

Der Heimat – und Verkehrsverein übernimmt die Kosten dafür.

Wie kommen die Pflanzaktionen bei den Kettwiger Bürgern an?

Viele der Passanten erfreuen sich an dem farbenfrohen und schönen Anblick. Damit dieses so bleibt, gießt und pflegt sogar ein Anwohner am Märchenbrunnen in der übrigen Jahreszeit ehrenamtlich die Beete!! Jedoch nicht alle Bürger wissen die ehrenamtliche Tätigkeit zu schätzen. Autofahrer fahren rücksichtlos über die Beete und Einfassungen. Ja, es werden sogar teileweise unsere Gartengeräte beschädigt. – Unverständlich ist für uns, dass, obwohl sich ein Ständer mit Hundetüten in unmittelbarer Nähe befindet, die Beete immer noch als Hundeklo benutzt werden. Aber wir lassen uns dadurch nicht verdrießen und der Spaß bei der jeweiligen Bepflanzung (auch Sturm und Regen halten uns nicht ab!) für die Kettwiger überwiegt. Übrigens: Wer Spaß an Gartenarbeit hat ist als Helfer herzlich willkommen. Geräte werden gestellt.

Bleibt bei so viel Engagement noch Zeit für Hobbys?

Eine besondere Freude macht mir mein Hobby, die Fotografie, mit in den HVV einbringen zu können. So bin ich fotografisch an einigen Flyern sowie an der neuen Broschüre „Kettwig-Wegweiser“ beteiligt. Ein weiteres Hobby ist mein Garten. Jegliche Form von Gartenarbeit dient mir zur Entspannung.

Herr Wagener da bleibt uns nur noch zu wünschen, dass uns Ihr vielseitiges Engagement für den HVV aber auch für Kettwig  noch lange erhalten bleibt.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Das Interview führte  Marion Breuer

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