Reisebericht: Mit dem Heimat- und Verkehrsverein nach Delft

2017 HVV Fahrt Delft

Am 20.07. stiegen manche Reiselustige des HVV besonders früh aus den Federn, denn zu ungewöhnlich früher Stunde galt es die Fahrt nach Delft anzutreten.

Es donnerte, blitzte und regnete in Strömen, doch niemand ließ sich davon abschrecken, jeder Platz im Bus war besetzt.

Zügig ging es voran und schon um 10:30 Uhr fuhr unsere beliebte Fahrerin Susanne sicher den Busparkplatz in Delft an.

Delft gehört zu den ältesten niederländischen Städten. Die Altstadt birgt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die von ihrer Vergangenheit als blühende Handelsstadt im Goldenen Zeitalter zeugen. Trotz eines schweren Stadtbrandes im 16. Jahrhundert und einer verheerenden Explosion des Waffenmagazins im 17. Jahrhundert, die nur wenige Gebäude verschonte, verfügt Delft über ein gut erhaltenes, von Grachten durchzogenes historisches Stadtbild, das von Brabanter Gotik und Patrizierhäusern der Renaissance geprägt ist und den typischen Charakter altholländischer Städte bewahrt hat.

So konnten wir sofort nach der Ankunft diese Stadt entdecken, genießen uns treiben lassen. Manche steuerten sofort den Markt an, um sich vom Trubel mitreißen zu lassen, etwas Typisches zu kaufen oder gar ein Schnäppchen zu machen, zwischenzeitlich gaben nämlich die Wolken ihr Unwesen auf und zunehmend ließ sich die Sonne blicken.

Andere wieder besichtigten die Oude und Nieuwe Kerk (Alte – und Neue Kirche)

Geschichtlich ist Delft insbesondere durch Wilhelm von Oranien bekannt, der seine Residenz ab 1572 in die befestigte Stadt verlegte, wo er 1584 ermordet wurde. Er ist in der Nieuwe Kerk bestattet; in der Gruft der Kirche werden seither die Mitglieder der königlichen Familie beigesetzt. Delft führt daher den Beinamen Prinsenstad (Prinzenstadt).

Seit dem 17. Jahrhundert ist Delft für seine Keramikmanufakturen und die dort hergestellten Delfter Keramiken in delfts blauw bekannt. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Maler Jan Vermeer, zu dessen Haus es wiederum andere zog. – Vielen von uns stand erst einmal der Sinn nach einer Stärkung mit einem kopje koffie oder anderen holländischen Spezialitäten und sie ließen sich in einem der vielen urigen Gasthäuser an den Grachten nieder.

Um 14 Uhr hieß es dann bei strahlendem Sonnenschein “Leinen los”. Mit deutschsprachiger Führung schipperten wir durch die Grachten der Stadt und waren beeindruckt von den vielen pittoresken Stadtansichten aus dieser Perspektive.

Danach erwarteten uns die beiden Stadtführer und machten mit uns einen Spaziergang durch die Hofjes (Höfe).

Auch in Delft hat sich die Hofjes-Kultur ab dem 16. Jahrhundert eingebürgert. Hofjes sind aus einzelnen Wohnhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen bestehende Wohnanlagen, die rund um einen zentralen Hof angelegt sind und von begüterten Kaufleuten als kostenlose Altenwohnungen für ihre Bediensteten oder Personengruppen ohne eigenes Einkommen und Vermögen gestiftet wurden.

Man wird es nicht glauben, aber die Zeit verging wie im Fluge und nach dem Stadtrundgang galt es, sich wieder zum Busparkplatz zu begeben.

Gesund aber müde nach dem ereignisreichen Tag kehrten die Kettwiger heim.

Wir treffen uns zum Ausflug im Oktober ins Brohltal.

 

  1. Albrecht

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