30 Jahre Skulpturenpark Kettwig 26./27.9.2015

Skuplturenpark Jubiläum

Die Skulpturen tanzen –   Ein wunderbares Fest

Der HVV hatte eingeladen, und viele, sehr viele, kamen, um das 30jährige Bestehen des Skulpturenparks Kettwig zu feiern.

Am Samstag, dem 26. September, war der Kunstraum in den Scheidt‘schen Hallen bis auf den letzten Platz gefüllt, als das Symposion zur „Kunst im öffentlichen Raum“ vom Vorsitzenden Martin Kryl und dem Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann eröffnet wurde.

Im Eingangsreferat beschrieb Dr. Uwe Rüth, langjähriger Direktor des Skulpturenmuseums „Glaskasten“ in Marl, die Funktion von Kunst im öffentlichen Raum im Laufe der Zeiten, angefangen von der Agorá, dem Marktplatz der alten Griechen, bis hin zu Entwicklungen unserer Zeit. Kunst diente in jüngerer Zeit nicht mehr der Verherrlichung von Herrschaft. So hatte die „Kunst am Bau“ zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Funktion von Sozialhilfe für Künstler. Der Begriff wurde in der Nazizeit zur Verherrlichung des Systems missbraucht. Kunst ist mittlerweile frei. Sie wird nicht mehr als Dienstleistung empfunden. Sie kann vielerlei sein: Identifikation stiftend, narrativ (erzählend), provokativ. Neue Formen sind entstanden: Street Art, Graffiti, „Urban Knitting“ (Strick-Kunst) von Objekten.

Im anschließenden Podiumsgespräch wurde gefragt, wieviel Kunst im öffentlichen Raum das Stadtgebiet von Essen braucht oder verträgt. Kunst müsse auch „wegräumbar“ sein, muss aber auch gepflegt werden. Eine bessere Vernetzung der Beteiligten sei wichtig. Das Museum Folkwang solle sich für die Kunst im öffentlichen Raum engagieren!

Nach angeregter Diskussion in vier Arbeitskreisen und nach einem leckeren Buffet, gesponsert von der Grundstücks-gesellschaft Kettwig, gab es einen spannenden Schlussakkord:

Die örtlichen Künstler, Norbert Pielsticker, Hubert Sandmann und Miriam Giessler stellten ihren Entwurf einer neuen Skulptur für Kettwig vor. Norbert Pielsticker hat ein „Tuch für Kettwig“ entworfen, ein locker fallendes, fast schwebendes Objekt. Er hat dazu als Standort einen Platz vor der ehemaligen Tuchfabrik am „Unterwasser“ ausgewählt. Hubert Sandmann und Miriam Giessler haben ein Leuchtobjekt geschaffen: auf einem blau leuchtenden Kubus streben zwei Fische in die Höhe. Sie werden durch einen golden schimmernden Ring verbunden. „Fisch vermählt“ ist der Titel dieser Skulptur, die symbolhaft ein Thema von der Ruhr aufnimmt. Geplanter Standort: Carré rechts am südlichen Ende der Ruhrbrücke. .- Beide Künstlerentwürfe sind ab sofort im Kunstfenster des HVV zu sehen. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion.


Liebe Mitwirkende und Gäste unseres Festes

„Der Tanz der Skulpturen“ – 30 Jahre Skulpturenpark Kettwig

Kettwig, die Gartenstadt, hat viele Gesichter, hat eine attraktive historische Altstadt, ist Ort der Musik, des Sports, und ist Ort der Künste.

Wir laden Sie herzlich ein, am Wochenende Sa. 26.09 /So. 27.09 2015 nach Kettwig zu kommen.

Der Skulpturenpark, 1985 vom Heimat- und Verkehrsverein begründet, besteht in diesem Jahr seit 30 Jahren. Dies ist ein willkommener Anlass, das Jubiläum mit einem besonderen Fest zu feiern!

Im „kunstraum“ der Scheidt‘schen Hallen findet am Samstag, 26. September 2015, ein hochrangig besetztes Symposium zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum“ statt, das vom WDR aufgezeichnet wird. Anschließend können Sie mit den Fachleuten in kleinen Runden diskutieren. Es folgt die Präsentation von zwei Entwürfen für eine neue Skulptur.

Am Sonntag, dem 27. September, gibt es ein Bürgerfest. Viele ehrenamtliche Helfer tragen zum Gelingen unseres Festes bei, denen unser herzlicher Dank gilt. Vor allem der GENO-Bank danken wir für die großzügige Förderung unseres Festes. Ihnen allen wünschen wir zwei anregende Tage mit dem Skulpturenpark Kettwig.

Martin Kryl (VORSITZENDER HVV)

Katrin Engelhardt (LEITERIN DES AUSSCHUSSES FÜR STADTPLANUNG, STANDORTPFLEGE UND KUNST)

Weiterführende Links:
Skulpturenpark Programm- und Informationsflyer zum Jubiläumswochenende
Informationen zum Skulpturenpark Kettwig

Übersichtskarte Skulpturenpark Kettwig


Programm des Skulpturenwochenendes Kettwig

SAMSTAG, 26.9.15

Symposium „Kunst im öffentlichen Raum“

kunstraum der Scheidt´schen Hallen, Ringstr. 51, 45219 Essen

(Eingang über den Innenhof gegenüber der Aral-Tankstelle)

Skulpturen hatten in der Goethezeit eine andere Funktion als in der Wilhelminischen Ära oder in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie spiegeln jeweils ein Selbstverständnis der

Gesellschaft wider. Was bedeutet das für uns heute? Welche Wirkung kann Kunst im öffentlichen Raum heute haben? Gibt es spannende Beispiele aus Kommunen, gelungene

Interventionen von Künstlern und Bürgern, „Best practice“ – Beispiele – oder leben wir in einer Zeit eher geringer Bedeutung der Kunst im öffentlichen Raum, übernehmen

andere Ausdrucksformen deren Funktion? Und ganz konkret: Welche Zukunft hat unser Skulpturenpark, wie soll er sich weiterentwickeln?

Mit Fachreferenten, Politikern und Bürgern wollen wir diese Fragen an diesem Tag erörtern. Dabei haben wir eine Dreifachperspektive vor Augen: das lokale Projekt in Kettwig, die Situation in Essen und die Landes-Perspektive, hier vertreten durch das Projekt NRW Skulptur.

 

14.00 Uhr Begrüßung

Grußworte Martin Kryl, Dr. Michael Bonmann

 

14.20 Uhr Impulsreferat

Dr. Uwe Rüth

 

14.45 Uhr Podiumsdisussion

Dr. Bernd Apke (Projekt „NRW Skulptur“)

Dr. Andreas Bomheuer (Kulturdezernent Stadt Essen)

Dr. Uwe Rüth (Kunsthistoriker, Kurator, Publizist)

Prof. Carl Emanuel Wolff (Künstler)

Die Podiumsdiskussion wird vom WDR 3 im Rahmen der Sendereihe Kulturpolitisches Forum aufgezeichnet, die Moderation hat Stefan Keim.

 

15.45 Uhr Kaffeepause

 

16.00 Uhr World Café

In vier Arbeitsgruppen tauschen sich die Teilnehmer aus und entwickeln neue Ideen.

 

Die Arbeitsgruppen

1. „Stadt-Skulpturen“

Wie kann die Wahrnehmung der Skulpturen in Essen durch die Bürger gesteigert werden? Wir entwickeln Ideen für Presse- und Socialmedia-Aktionen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Temporäre Installationen etc. Anwendungsmöglichkeit für andere Städte

inklusive. Leitung: Dr. Gerd Mahler, Vorsitzender der Jury „Kunst im öffentlichen Raum“ der Stadt Essen.

 2. „Bürger-Initiativen“

In Zeiten klammer öffentlicher Kassen engagieren sich Bürger für die Kunst im öffentlichen Raum. Der Verein „Kunst am Moltkeplatz“, der Skulpturenpark Kettwig und die Skulpturensammlung Viersen sind Beispiele dafür. Wie organisiert man das? Wie ist das Verhältnis zur Kommune? Welche Ideen gibt es für Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, neue Objekte?

Leitung: Dr. Albert Pauly (Skulpturensammlung Viersen)

 3. „Führen und Verführen“

Führungen, Feste, Schülerprojekte: wie lässt sich die Kunst im öffentlichen Raum lebendig vermitteln? Was macht eine Führung spannend, wie lassen sich Touristen begeistern?

Leitung: Monika Lahme-Schlenger (Museumspädagogin)

 4. „Die Macher“

Das Thema Kunst im Öffentlichen Raum aus der Perspektive der Künstler. Wie definiert sich Qualität? Wie kommt man an Aufträge? Über neue Skulpturen wird gern gestritten – wie kommuniziert man mit der Öffentlichkeit?

Leitung: Sabine Peretzke (Koordinatorin Kunst im Öffentlichen Raum Stadt Essen / Museum Folkwang)

 

17.00 Uhr Plenum und Präsentation neuer Skulpturenprojekte

Im Plenum werden ausgewählte Ergebnisse vorgestellt und in einer Schlussrunde diskutiert. Im Anschluss blicken wir nach vorn: Die Kettwiger Künstler Hubert Sandmann / Miriam

Giessler und Norbert Pielsticker stellen ihre Entwürfe für neue Skulpturen für den Skulpturenpark vor.

 

Gettogether, Ausklang

>>> Für das Symposium bitten wir um persönliche Anmeldung unter 02054-85680 oder katrinengelhardt@gmx.net.

SONNTAG, 27.09.15

Bürgerfest „Tanz der Skulpturen“

Am Sonntag feiert Kettwig seinen Skulpturenpark.

Ab 14.30 Uhr

Skulpturenfest am Rathaus

Am HVV-Café mit Weinstand genießen Sie selbstgebackenen Kuchen bei Live-Musik. Sie und Ihre Kinder können hier selbst kreativ werden und Ihre eigene Skulptur erstellen.

 

Ab 15.00 Uhr

Geführte Rundgänge zu den Skulpturen

unter Führung der aktiven Künstler Norbert Pielsticker und Hubert Sandmann. Sehen Sie die Skulpturen mit neuen Augen, erfahren Sie mehr über die Künstler und Ideen dahinter.

 

Spannende Interventionen an ausgewählten Skulpturen

durch eine Arbeitsgemeinschaft des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Die AG hat sich mit zwei der Skulpturen intensiv auseinandergesetzt und antwortet auf deren Thematik mit eigenen künstlerischen Ideen.

 

Ab 16.00 Uhr

Tanzperformance der TANZMOTO DANCE COMPANY

mit der Edelstahlskulptur “Siebener Sinus mit Loop” von Friederich Werthmann

In Anlehnung an die sieben sichtbaren Sinusbögen werden sieben Tänzerinnen und Tänzer eine Freilichtperformance am Kunst-Objekt zu speziell dafür produzierter Musik darbieten.

 

Die Bewegung wird im Probenraum und direkt an der Skulptur erarbeitet. Die imaginären Cosinusbögen im Boden werden erstmals sichtbar gemacht, die Sprengungen der kleinen Bögen werden wieder hörbar und durch menschliche Körper visuell verdeutlicht.

Werthmanns Prinzip der gewollten Reihungen findet in einer weiteren Darstellung eine neue Sichtweise des Raumes.

 

Künstlerische Leitung & Choreographie: Mohan C .Thomas

Tänzer: Maria Lucia Agón Ramirez, Elena Aldi, Ying-Chi Chen, Germaine Depry, Johann Geidies, Tyshea Suggs, Bernardo Fallas | Junior Dance Company II: Nola Friedrich, Luisa Himmel, Paula Kuhn, Isabel Rochus

 

Musikkomposition: Germaine Depry


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