Bürgerbefragung 2016 – Ergebnisse

Durchführung

Die letzten Bürgerbefragungen wurden in Kettwig vom damaligen Initiativkreis „Kettwig-Koordinator“ im Januar 1997 (508 Teilnehmer) und im März 2000 (410 Teilnehmer) durchgeführt. 15 Jahre später, nämlich im August 2015, haben mehrere Teilnehmer am 1. Öffentlichen Meeting des HVV-Ausschusses „Belebung des Kett-wiger Alltags“ angeregt, per Bürgerumfrage die aktuellen Bedarfs- und Bedürfnis-schwerpunkte der Kettwiger Bürger zu ermitteln. Auf Basis derartiger Erkenntnisse sollen dann zielgerichtet Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Kettwig und zur Absicherung bzw. Verbesserung der Lebensqualität ergriffen werden.

Das Team zur Vorbereitung und Durchführung der Bürgerbefragung bestand aus:

Benno Pöhler (Projektleiter / HVV), Stephanie Klein (Sprachenwerkstatt), Jochen Kraft (Bauverein), Dr. Goswin Stübe (THG), Carsten Völcker-Osterwald (Realschule). Die IT-Unterstützung lag vorrangig in den Händen von Daniel Behmenburg (HVV).

Die Bürgerbefragung wurde in 2 Schritten durchgeführt:

  • Schülerbefragung in den 10. Klassen von Realschule Kettwig und THG (Mai bis Juni 2016; 94 Teilnehmer; 20 Fragen – Einzelheiten siehe Anhang 1).
  • Öffentliche Bürgerbefragung (September bis November 2016; 645 Teilnehmer; 57 Fragen betr. Kettwig + 2 Fragen betr. Teilnehmerstruktur – Einzelheiten siehe Anhang 2).

 

Ergebnisse aus der Schülerbefragung

Die wesentlichen Ergebnisse aus 20 Fragen sind in Anhang 3 ersichtlich. Es ergibt sich ein vielschichtiges, facettenreiches Bild über die Meinung jugendlicher Mitbürger zu Kettwig, garniert mit einigen „knalligen“ Tatbeständen – davon ein paar auszugsweise:

– Positive Meinungsbekundungen:

  • 84 % der befragten Schüler leben „gerne bis sehr gerne“ in Kettwig.
  • 57 % gefällt der Weihnachtsmarkt und 65 % das Brunnenfest „sehr gut bis gut“.

– Negative Meinungsbekundungen:

  • 54 % der befragten Schüler sind mit dem Freizeitangebot „eher unzufrieden bis völlig unzufrieden“.
  • Wenn sich die Schüler in Kettwig mit Freunden treffen, treffen sie sich (offensichtlich mangels anderer Alternativen) zu 31 % entweder auf einem „Treffpunkt draußen“ oder zu 37 % „privat“.
  • 60 % machen entweder „keine“ oder „max. bis zu 1/3“ ihrer Einkäufe in Kettwig.
  • 37 % kennen zwar die „Musikalisch-kulinarische Meile“, aber „besuchen sie „nicht“. 20% „kennen sie nicht“ einmal.
  • 41 % kennen zwar das „Kürbisfest“, aber „besuchen es „nicht“. 18% „kennen es nicht“ einmal.
  • 56 % kennen zwar das „Oldtimertreffen“, aber „besuchen es „nicht“. 24% „kennen es nicht“ einmal.
  • 50% der befragten Schüler möchten aus Kettwig wegziehen, „könnten sich aber vorstellen, später irgend einmal nach Kettwig zurückzukehren“. 18% „möchten aus Kettwig wegziehen und können sich nicht vorstellen, hierhin irgend einmal wieder zurückzukommen“. Aber immerhin: 27% „möchten am Liebsten ein ganzes Leben lang in Kettwig bleiben“.

– Insgesamt resultiert aus der Befragung der Schüler nicht nur ein anschauliches Bild von deren Bezug zum Kettwiger Alltag, sondern auch eine Fülle von Ansatzpunkten und Anregungen für Verbesserungen.

 

Ergebnisse aus der allgemeinen Bürgerbefragung

Die Teilnehmerstruktur der 645 Befragten hinsichtlich Wohnort in Kettwig, Alter, Geschlecht u. ä. ist aus Anhang 4 ersichtlich.

Um einen ersten Eindruck zu bekommen, ob in der Tendenz die jeweiligen Bewertungen durch die Befragten in eine positive bzw. negative Richtung tendieren,

– werden Bewertungen mit   „sehr gut“ und „gut“ in Summe als „Zufriedenheit / Stärken“ interpretiert, sofern dafür mindestens 50%  der Teilnehmer votierten,

– während über 45% mit „nicht gut“ und „schlecht“ deutlich auf „Unzufriedenheit / Schwächen“ hindeuten.  

Auf diese Weise ergibt Anhang 5 eine überschlägige Zufriedenheits- bzw. Unzufrie-denheitsbekundung der Befragungsteilnehmer zu den 57 Fragen betreffend Kettwig.

In  Anhang 6 werden die Antworten von 28 der insgesamt 57 Fragestellungen zu Kettwig in der Rangfolge der prozentualen Zufriedenheit bzw. Zustimmung ausge-wiesen. Die ersten 7 Fragen in dieser Rangfolge sind:

–         96% Zufriedenheit bei „Einkaufsmöglichkeiten Lebensmittel“,

–         89% bei „Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld“,

–         88% bei allgemeiner „Zufriedenheit mit Kettwig“,

–         88% bei Vorliebe für Aufenthalt in der „Kettwiger Innenstadt / Altstadt“,

–         85% Zufriedenheit bei den „Einkaufsmöglichkeiten betreffend Gesundheit“,

–         83% Zufriedenheit betreffend gefühlter „Sicherheit“,

–         83% Zufriedenheit  mit dem „guten sozialen „Miteinander im Wohnumfeld“.

Weitere Einzelheiten veranschaulicht Anhang 6.

In  Anhang 7 werden die Antworten von 18 der insgesamt 57 Fragestellungen zu Kettwig in der Rangfolge der prozentualen Unzufriedenheit durch die befragten Bürger ausgewiesen. Die ersten 7 Einzelergebnisse in dieser Rangfolge sind:

–         81% Unzufriedenheit bei „Parkmöglichkeiten in der Innenstadt“,

–         71% „vermissen in der Kettwiger Innenstadt eine öffentliche Toilette“,

–         69% sehen unausgeschöpfte Möglichkeiten zur „Belebung Kettwigs durch mehr Einkaufsmöglichkeiten,“

–         68% Unzufriedenheit betreffend „Attraktivität der Einkaufsszene“,

–         67% befürworten, dass „man Kettwig mit mehr Freizeitreffs beleben kann“,

–         62 % Unzufriedenheit betreffend „Einkaufsmöglichkeiten Wohnbedarf“

–         61% Unzufriedenheit betreffend die „öffentliche Darstellung“ von Kettwig.

Weitere Einzelheiten veranschaulicht Anhang 7.

Dieser Kurzbericht einschließlich der angeführten Anhänge sowie auch im Falle eines tiefergreifenden Informationsbedürfnisses die ausführliche, digitalisierte  „Dokumentation – Kettwiger Bürgerbefragung 2016“ kann beim Heimat- und Ver-kehrsverein Kettwig e.V. unter Email-Anschrift „info@hvv-kettwig.de“ angefordert werden.

 

Detailergebnisse:

Bürgerbefragung 2016 – Kurzbericht

Anhang 1 – Schülerfragebogen

Anhang 2 – Bürgerfragebogen

Anhang 3 – Ergebnisse Schülerbefragung

Anhang 4 – Bürgerbefragung Teilnehmerstruktur

Anhang 5 – Übersicht Ergebnisse

Anhang 6 – Stärken

Anhang 7 – Schwächen

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