„Die Familie“ | Herbert Lungwitz

Skulptur „Die Familie“SP Die Familie
Bildhauer Herbert Lungwitz

Entstanden 1983, Aufgestellt 1985

Material: gebrannter Ton

Standort: Bürgermeister-Fiedler-Platz,
Kettwig

Mit der Aufstellung der Skulptur „Die Familie“ von Herbert Lungwitz begründete der Heimat- und Verkehrsverein Kettwig im Jahr 1985 den Skulpturenpark. Die Künstlerin Marianne Kühn hatte angeregt, Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren, um den Bürgern eine Auseinandersetzung mit der Kunst der Gegenwart zu ermöglichen.

Das Museum Folkwang wählte für den öffentlichen Raum „Die Familie“ aus. Die dreiteilige Skulptur wurde zunächst als Leihgabe aufgestellt, jedoch 1990 für den Verbleib in Kettwig angekauft aus Spenden der Kettwiger Bürger, des Vereins „pro Ruhrgebiet e.V.“, der Sparkasse Essen und der Stadt Essen.

Der „Vater“ ist als großflächige Mantelfigur ausgebildet. Er schützt das Kind. Auffällig an der Figur des Kindes sind die Hohlräume, die auf sein nicht abgeschlossenes inneres Wachstum, seine Unfertigkeit, hindeuten. Im Gegensatz zum Vater weist die „Mutter“ gerundete Formen auf. Sie steht ein wenig abseits.

Sehenswertes in der nahen Umgebung:
» Skulptur „Breklosku“ von Werner Graeff, Bürgermeister Fiedler-Platz
» Skulptur „Das tapfere Schneiderlein“ (Märchenbrunnen) von Carl Emanuel Wolff, Ecke Hauptstraße / Schulstraße
» Der Altbau des Rathauses von 1830 (ehemalige Tuchfabrik Wiskott)
» Museum im Neubau des Rathauses

H E R B E R T  LU N G W I T Z
Herbert Lungwitz wurde 1913 in Weimar geboren und ließ sich nach dem Abitur zunächst als Stukkateur und Steinmetz ausbilden. Er war auch Architekturzeichner und studierte an der „Hochschule für Baukunst, bildende Künste und Handwerk“ (heute: Bauhaus-Universität) in Weimar. 1934 erhielt er erste öffentliche Aufträge.
1948 wurde er als Fachlehrer für Bildhauerei an die Folkwangschule Essen berufen. Seit 1951 wirkte er freiberuflich als Bildhauer, blieb aber Dozent an der Folkwangschule. Er erhielt öffentliche Aufträge, so für das Amerikahaus, das Grillotheater und den Westfriedhof. Er nahm an vielen Gruppenausstellungen teil und leitete von 1961 bis 1983 das Künstler-Forum Essen. Ab 1988 wirkte er in einem Atelierhaus in Essen-Steele. 1992 starb Herbert Lungwitz in Wattenscheid.
Die Städte Bochum, Essen und Weimar konnten aus dem Nachlass Werke übernehmen, die das Stadtbild prägen. Außer der „Familie“ steht im Kettwiger Skulpturenpark ein weiteres Werk, die Stahlskulptur „Sichtbares und Unsichtbares“ am Südufer des Kettwiger Stausees, Straße „Zur Alten Fähre“.

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