„Sichtbares und Unsichtbares“ | Herbert Lungwitz

Skulptur „Sichtbares und Unsichtbares“SP Sichtbares und Unsichtbares
Künstler Herbert Lungwitz

Entstanden 1966, Aufgestellt 1992

Material: Stahlrohr und Blech

Standort: Straße zur Alten Fähre, südliches Stauseeufer

Herbert Lungwitz hat die Stahlskulptur 1966 aus Blechen ehemaliger Kohlenrutschen und den Rohren einer stillgelegten Zeche geschweißt. Die Figur wiegt rd. 500 kg und hat einen Radius von 3,3 m. Bis 1966 wurde in Kettwig Kohle gefördert. Die Kohlerutschen verweisen auf das Sichtbare; die Rohre symbolisieren Lebens- und Energiestränge. Sie weisen aus der Vergangenheit in eine ungewisse Zukunft. 1992, kurz vor seinem Tod, schenkte Herbert Lungwitz die Figur dem Skulpturenpark Kettwig. Vom Förderer des Skulpturenparks, Hans Grimberg, wurde
sie restauriert und am Stausee aufgestellt.

Sehenswertes in der nahen Umgebung:
» Kettwiger Stausee, Straßenbrücke über die Ruhr mit Schleuse, Stauwehr (6 m hoch) und Kraftwerk
» Alte Weberei von 1797 (Landsberger Straße 4)

H E R B E R T  LU N G W I T Z
Herbert Lungwitz wurde 1913 in Weimar geboren und ließ sich nach dem Abitur zunächst als Stukkateur und Steinmetz ausbilden. Er war auch Architekturzeichner und studierte an der „Hochschule für Baukunst, bildende Künste und Handwerk“ (heute: Bauhaus-Universität) in Weimar. 1934 erhielt er erste öffentliche Aufträge.
1948 wurde er als Fachlehrer für Bildhauerei an die Folkwangschule Essen berufen. Seit 1951 wirkte er freiberuflich als Bildhauer, blieb aber Dozent an der Folkwangschule. Er erhielt öffentliche Aufträge, so für das Amerikahaus, das Grillotheater und den Westfriedhof. Er nahm an vielen Gruppenausstellungen teil und leitete von 1961 bis 1983 das Künstler-Forum Essen. Ab 1988 wirkte er in einem Atelierhaus in Essen-Steele. 1992 starb Herbert Lungwitz in Wattenscheid.
Die Städte Bochum, Essen und Weimar konnten aus dem Nachlass Werke übernehmen, die das Stadtbild prägen. Außer der „Familie“ steht im Kettwiger Skulpturenpark ein weiteres Werk, die Stahlskulptur „Sichtbares und Unsichtbares“ am Südufer des Kettwiger Stausees, Straße „Zur Alten Fähre“.

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